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Der Spießturm (Spieskappeler Warte)
Dieser mittelalterliche Wartturm (kurz “Spieß” genannt), ist
allgemein bereits gut dokumentiert und soll hier mehr aus
Gründen der Vollständigkeit erscheinen. Zudem handelt es
sich um ein gut erreichbares Ziel für Wanderungen und
Spaziergänge, das mit seinem schönen Ausblick zu einer
Rast einlädt.
Errichtet um 1430 ließ Landgraf Ludwig I. den Turm
erbauen, um damit die hier verlaufende Grenze zwischen
der Landgrafschaft Hessen und der Grafschaft Ziegenhain
zu sichern. Mit seiner Lage an der “Langen Hessen”, einer
mittelalterlichen Fernhandelsstraße, war er prädestiniert,
um an dieser Stelle Zölle von den Durchreisenden
einzutreiben.
Bekannt ist auch, dass der Spieß im 15. und 16. Jahrhundert als Versammlungsort für damalige Landtage und als
Gerichtsort diente. Alte Schriften weisen zudem darauf hin, dass dort auch Hinrichtungen vollzogen wurden.
Geheimnisumwittert sind nach wie vor Gerüchte, es gäbe vom Spieß ausgehende Geheimgänge, in denen Gold
und Silber versteckt sei.
Im Wikipedia-Artikel zum Spießturm wird von einer Sage berichtet, wonach dort Zigeuner ihr Lager aufgeschlagen
hätten. Eines Nachts habe es unter ihrem Lager geklopft, beim dritten Klopfen sei gegen Mitternacht schließlich ein
Leichenzug aus der Erde gekommen und an ihnen vorbei Richtung Hermannsdorf gezogen. Seit dieser Zeit seien
am Spieß keine Zigeuner mehr gesehen worden (siehe: Karl Schmidt “Das Dorf Spieskappel”, Seite 119, Frielendorf
1995).
Leider kann man den Spieß heute weder betreten, noch von innen betrachten. Dennoch ist es uns gelungen, einen
kurzen Blick von oben hineinzuwerfen. Ein Video dazu habe ich im vergangenen Jahr ins Netz gestellt:
Anfahrt: über die Kreisstraße 157 durch den Wald von Frielendorf-Obergrenzebach nach Frld.-Spieskappel. Am
Ende des Waldes links in den Feldweg abbiegen, dort befindet sich ein Parkplatz und eine Schutzhütte. In etwa
100m Entfernung steht der Spießturm.
Fenster und Schießscharte des Spießturms
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